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Ausgezeichnete Lernorte der Demokratiebildung

Mit der Auszeichnung werden Lernorte gewürdigt, die sich nachhaltig mit den Themenfeldern Demokratie sowie Menschen- und Kinderrechte befassen, also ihr Programm konsequent im Sinne eines „Modellorts der Demokratie“ gestalten, in dem aktive Partizipation und gelebte Demokratie und Gemeinschaft Basis der jeweiligen Angebote und Schulkooperationen sind, und damit insbesondere Schülerinnen, Schülern sowie Lehrkräften einen demokratischen Erfahrungsraum bieten.

Schon jetzt gehen viele Einrichtungen mit demokratiepädagogischem Bildungsschwerpunkt unterschiedliche innovative und neue pädagogische Wege, um ihre Arbeit und Angebote verstärkt demokratisch auszurichten und sich regional - auch mit Schulen – stärker zu vernetzen.

Die ausgezeichneten Lernorte

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld hat im Rahmen des Förderprogrammes „75 Jahre Demokratie in Niedersachsen“ mit einer 10. Klasse der IGS Bovenden eine Ausstellung zum Thema „Diversität heute und damals“ entwickelt. Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Vielfalt von der NS-Zeit bis heute. Es gibt eine Outdoor-Ausstellung an der Schule, aber auch eine Plakatausstellung, die über das Grenzlandmuseum Eichsfeld mit didaktischen Begleitinformationen geliehen werden kann. Mit der Projekthomepage kann sich vorab informiert oder standortungebunden weitergearbeitet werden.

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage.

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage der Stadt Hannover.

AUS DER GESCHICHTE LERNEN – VERANTWORTUNG FÜR DIE ZUKUNFT

Unter diesem Leitsatz ist ein besonderes pädagogisches Profil für das Anne-Frank-Haus in Oldau erarbeitet worden. Die 1987 erfolgte Namensgebung “Anne-Frank-Haus” ist Anspruch und Herausforderung zugleich. Gruppen, die sich mit dem Thema des Hauses beschäftigen wollen, wird Unterstützung und Beratung bei der Planung, Organisation und Durchführung der Maßnahmen angeboten. Die pädagogische Arbeit im Anne-Frank-Haus wird vom Jugendbildungsreferenten Norik Mentzing (mentzing@cvjm-lvh.de) verantwortet. Dieser sowie ein Team von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen plant mit den Gruppen das Programm der didaktischen Begleitung, in dessen Zentrum zumeist die thematische Leitung über das ehemalige Gelände des Konzentrations- und Kriegsgefangenenlagers Bergen-Belsen sowie die kritische Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus steht.

Die Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover befindet sich am Standort einer ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule. Gegründet als ein Ort jüdischen Lebens und Bildung, gelingt es der Schule im Nationalsozialismus zunächst, junge jüdische Menschen bei der Emigration zu unterstützen. Bereits vor Schließung der Schule im Sommer 1942 wird der Ort zur Sammelstelle in Vorbereitung der Deportation jüdischer Menschen. Durch die Übernahme des Geländes durch die Gestapo 1943 finden Verhöre, Folterungen und Hinrichtungen auf dem Gelände statt.

Die facettenreichen Aspekte des historischen Ortes prägen die Bildungsangebote der heutigen Gedenkstätte: neben dem historischen Lernen spielen kreative Auseinandersetzungen, Partizipationsmöglichkeiten, moderne Vermittlungsmethoden und der interkulturelle Austausch eine wichtige Rolle.

Das Programm „Klasse Landtag“ macht die Demokratie in Niedersachsen erlebbar. Heranwachsenden wird der Wert der repräsentativen Demokratie in verschiedenen Angebotsformaten nähergebracht. Dabei geht es nicht nur um parlamentarische Bildung im engeren Sinne: Schülerinnen und Schüler verschiedenster Altersstufen und unterschiedlicher Schulformen werden die Werkzeuge an die Hand gegeben, die sie als verantwortungsvolle und selbstbewusste Demokratinnen und Demokraten brauchen. Hierzu zählen zum Beispiel auch Medienkompetenz oder Diskursfähigkeit.