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Schulische Projektarbeit zur Erinnerungskultur

Wie kann erinnerungskulturelle Arbeit an Schulen aussehen? Nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrkräfte brauchen immer wieder neue Impulse, um geschichtskulturelle Projekte im Schulunterricht wirksam zu gestalten.

Seit 2017 bietet das NLQ eine Fortbildungsreise zur israelischen Gedenkstätte Yad Vashem an. Aus ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Fortbildung sowie Gedenkstättenmitarbeiter und -mitarbeiterinnen hat sich der Arbeitskreis Erinnerungskultur gebildet. Er trifft sich einmal im Jahr zum Austausch über aktuelle Projekte und Entwicklungen in der Holocaust-Vermittlung und der Gedenkstättenpädagogik.

Die Mitglieder des Arbeitskreises stellen in ihren Regionen das pädagogische Material der Gedenkstätte Yad Vashem vor. Sie sind außerdem Ansprechpartnerinnen für Lehrkräfte, die ein regionales Projekt durchführen möchten.

Aus den Reihen des Arbeitskreises entstehen Leitfäden und weitere Materialien zur Unterstützung erinnerungskultureller Arbeit an den Schulen.

Der "Leitfaden: Eine Gedenkveranstaltung planen und durchführen – für Lehrkräfte" von Marco Dräger aus dem Jahr 2020 bietet eine fachliche und fachdidaktische Analyse des Themas insbesondere am Beispiel der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Daneben finden sich organisatorische Hinweise und Materialien wie Checklisten für Schülerinnen und Schüler sowie Tipps für digitale Tools.

Anregungen für die eigene Projektgestaltung bieten auch die pädagogischen Materialien von Susanne Urban der Gedenkstätte Yad Vashem, die einen materialreichen Entwurf für eine Gedenkveranstaltung zur "'Kristallnacht': Der 9. November 1938 - seine Vorgeschichte und die Folgen" vorlegt.

 

Die Handreichung „Denkmäler im Geschichtsunterricht“ von Marco Dräger aus dem Jahr 2021 erklärt das didaktische Potenzial der Denkmäler und gibt hilfreiche methodische Hinweise für den Umgang mit ihnen im Unterricht. Ein Muster-Steckbrief für die Analyse eines Denkmals kann im Unterricht eingesetzt werden. 

Der Tag der Stadtgeschichte kann als Projekt einer gesamten Stadt oder Gemeinde organisiert werden. An einem für die Stadt bedeutsamen Datum bieten Schülerinnen und Schüler historische Führungen oder führen an historischen Orten kleine Aktionen durch. Das hier vorgestellte Material bezieht sich auf die Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft und beschreibt das Projekt in der Stadt Göttingen:

Auch in grenzüberschreitende Austauschfahrten kann das Verständnis für die Erinnerungskultur anderer Länder geweckt werden. In der Handreichung zur Organisation Internationaler Schüleraustausche im Rahmen von Demokratiebildung: Eine Reise nach Lodz - Podróż do łodzi stellt Gero Conring (2020) das Beispiel eines deutsch-polnischen Projektes aus der BBS II in Emden mit dem Polytechnischen Liceum in Lodz vor. Darüber hinaus gibt der Autor Tipps und Ideen zum Fundraising und der Austauschorganisation, sowie eine Vorlage eine datenschutzgerechte Einholung der Zustimmung zur Veröffentlichung von Fotos und Filmmaterial.

Aus Anlass des 75jährigen Jubiläums des Landes Niedersachsen hat das NLQ einen Leitfaden Demokratiegeschichte vor Ort – wahrnehmen, entdecken, erforschen als Teil des Unterstützungsprogramms für den niedersächsischen "Erlass zur Stärkung von Demokratiebildung" (2021) entwickelt. In dieser Handreichung für Lehrkräfte erläutert der Autor Dietmar von Reeken die Bedeutung der Beschäftigung mit Demokratiegeschichte am Beispiel lokal und regional bedeutsamer Orte.

Jüdisches Leben findet in der Gegenwart statt. Glücklicherweise auch in Niedersachsen. Finden Sie in Ihrer Region Orte, an denen Sie jüdischen Menschen begegnen können. Hier gibt es Angebote insbesondere für Schulklassen, aber auch für andere Altersgruppen. Kommen Sie an diesen Orten ins Gespräch darüber, wie jüdisches Leben heute gelebt wird.