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Das Konsortium des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Hannover

Das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Hannover ist seit dem 1. Juni 2023 als Erasmus+-Konsortium akkreditiert. Das Konsortium bietet dem Personal des RLSB Hannover und der teilnehmenden Schulen die Möglichkeit, im Austausch mit Partnereinrichtungen im europäischen Ausland und auf Fortbildungen im Ausland neue Impulse für die eigene Arbeit zu gewinnen und internationale Erfahrungen zu sammeln. Weitere 15 Schulen können sich dem „Erasmus+“- Konsortium des RLSB Hannover für mindestens ein Programmjahr anschließen.

Für die Mitarbeit im Konsortium können sich Grund-, Haupt-, Ober-, Real- und Förderschulen aus dem Bereich des Regionalen Landesamtes für Schulen und Bildung Hannover bewerben. Das Hauptziel des Erasmus+-Konsortiums besteht darin, diesen Schulformen, die im Programm Erasmus+ unterrepräsentiert sind, unbürokratisch die Teilnahme am Programm zu ermöglichen.

Lehrkräfte und Mitarbeitende der teilnehmenden Einrichtungen können über das Konsortium an Fortbildungen und Hospitationen im Ausland im Rahmen der Ziele des Konsortiums teilnehmen. 

Im Erasmus-Plan sind folgende Ziele formuliert:

  1. Ausbau der Internationalisierung: Internationale Kooperationen ermöglichen, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen fördern und die Europaarbeit in Schule und Behörde Weiterentwickeln
  2. Förderung der digitalen Kompetenzen und digitalen Bildung: die Umsetzung der Digitalisierung in Schule und Behörde unterstützen und individuelle digitale Kompetenzen fördern
  3. Stärkung der Demokratiebildung in den Schulen: Konzepte für den Unterricht entwickeln und aktive Teilhabe der Schüler*innen in Schule und Gesellschaft ermöglichen
  4. Stärkung der inklusiven Bildung und Vielfalt: Von Konzepten und praktischer Umsetzung der Inklusion in anderen Ländern lernen, interkulturelle Bildung und Sprachbildung fördern
  5. Gestaltung von Schule als sicheren Lernort: Entwicklung persönlicher und systemischer Krisen in Schule vorbeugen, Gewalt und Mobbing verhindern und sichere Meldewege installieren

 

Interessierte Schulen können sich jedes Jahr im Herbst für das kommende Projektjahr, das zum 1. Juni des Folgejahres beginnt, bewerben. Informationen hierzu erhalten Sie von der Projektkoordinatorin Sinika Stubbe.


Finnischer Schulleiter zu Gast im RLSB Hannover

Experten-Veranstaltung im Rahmen des Erasmus+Programms

„Enriching lives, opening minds“ – ganz im Sinne des Erasmus-Mottos fanden in der letzten Woche im Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) Hannover mehrere Veranstaltungen zum finnischen Bildungssystem statt. Dazu war Esa Kukkasniemi, Schulleiter aus Kirkkonummi/Finnland extra im Rahmen einer sogenannten „Experten-Veranstaltung“ nach Hannover gekommen und gab Einblicke zu Finnland, dem dortigen Schulsystem, der Lehrerbildung und dem aktuellem Kerncurriculum, Aber auch zum Thema Inklusion und den derzeitigen Herausforderungen im finnischen Schulalltag.

In einer Begrüßung hob Mathias Mierowski, Behördenleiter des RLSB Hannover die große Wirkung von Experten-Veranstaltungen im Rahmen des Erasmus-Bildungsprogrammes hervor: „Durch die Einladung von Experten nach Hannover kann ein größerer Personenkreis hier vor Ort von unserer Erasmus-Akkreditierung als Behörde profitieren. Es wurde mit der Organisation einer Mobilität ein Mehrwert für eine Bandbreite an Teilnehmerinnen und Teilnehmern wie Lehrkräften, Schulleitungen, Dezernentinnen und Dezernenten sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des RLSB erreicht.“

In dem hochaktuellen Vortrag von Esa Kukkasniemi waren auch die Ergebnisse der neuen PISA-Studie und der Abwärtstrend vieler europäischer Länder integriert. Die Lesekompetenzen, ein wichtiger Aspekt auch im Hinblick auf das Bearbeiten der PISA-Aufgaben, haben auch in Finnland abgenommen. Mit motivierenden Aktionen versucht der Schulleiter in seiner (6-jährigen) Grundschule den Kindern wieder mehr Lust aufs Lesen zu machen. Esa Kukkasniemi wies mit Nachdruck darauf hin, „the current PISA results must be seen in a multicausal background. There is no simple solution to such a complex problem. It´s a task for the whole society, not only the schools.”

In den anschließenden Diskussionen wurden die vielen Gemeinsamkeiten in Bezug auf die Situation in den Schulen nach der Pandemie deutlich. So haben verschiedene Angsterkrankungen unter Schülerinnen und Schülern zugenommen und die Problematik Schulabsentismus ist steigend. Aber auch Unterschiede, wie z. B. die Kostenfreiheit sämtlicher Schulbücher, Schulmaterialien und Laptops sowie ein warmes Mittagessen für finnische Schülerinnen und Schüler, wurden thematisiert.

Zum Abschluss wies Esa Kukkasniemi noch auf diesen Fakt hin: Finnland ist und bleibt – neben Weltmeister im Kaffeetrinken – auch zum 6. Mal in Folge „the happiest country in the world”! Und Gummistiefel-Weitwurf ist eine typisch finnische Sportart…

Für das Jahr 2024 sind im Rahmen von Experten-Veranstaltungen weitere Vorträge einer finnischen Expertin für Inklusion im RLSB Hannover geplant.

Die Präsentation zum Vortrag von Esa Kukkasniemi finden Sie unter diesem Link