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Mobilität

Mobilität mit ihren Erscheinungsformen und Ursachen stellt eine der zentralen Herausforderungen für Gesellschaften des 21. Jahrhunderts dar. Der Begriff Mobilität meint nicht nur Aspekte der Fortbewegung mit Verkehrsmitteln, sondern umfasst jegliche Beweglichkeit von Menschen, Waren und Informationen auch geistiger und virtueller Art. Mobilität ist ein Aspekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Durch die Auseinandersetzung mit vielschichtigen, nachhaltigen Themen wird die Gestaltungskompetenz der Schülerinnen und Schüler gefördert. Sachverhalte werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und ökologische, soziale, ökonomische und kulturelle Dimensionen betrachtet. Das Curriculum Mobilität mit seinen Facetten sicher, selbstständig und gesund mobil sein, sowie verantwortungsbewusst, nachhaltig und zukunftsfähig mobil sein bietet einen schulform- und fächerübergreifenden Ansatz, um Kompetenzen des Erkennens, Bewertens und Handelns im Lernbereich Mobilität in der Schule zu fördern.

Handlungsfeld Mobilität

Schülerinnen und Schüler werden befähigt, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Altersgerecht werden Regeln und Verhaltensweisen kennengelernt, sowie die nötigen Kenntnisse über Verkehrszeichen erworben. Ob zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad, dem ÖPNV und später motorisiert, die Fortbewegung auch mit Verkehrsmitteln ist ein Aspekt der sicheren Mobilität.

Kinder und Jugendliche wollen selbstständig mobil sein. Für die Entwicklung ihrer Autonomie und ihre Teilhabe an der Gesellschaft ist das eigenständige Zurücklegen altersangemessener Wegstrecken ein wichtiger Aspekt. Schülerinnen und Schüler sollen ihren Schulweg allein bestreiten können und so zunehmende Orientierung im Raum erlangen und Selbstständigkeit erleben.

Die körperliche, motorische und geistige Entwicklung wird durch die Bewegung an der frischen Luft gefördert. So kommen Schülerinnen und Schüler nach einem selbst bewältigten Schulweg ausgeglichen in die Schule, können sich besser konzentrieren und sind leistungsfähiger. Damit kann dem Bewegungsmangel, der sich in Haltungs- und Bewegungsauffälligkeiten sowie psychosomatischen Beschwerden ausdrückt, entgegengewirkt werden.

In Anbetracht der Dringlichkeit, den Klimawandel zu mindern und die Folgen des Klimawandels zu bewältigen, müssen Schülerinnen und Schüler befähigt werden, komplexe Probleme dieser Zeit zu bewältigen. Das Modell der vier Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung hilft, die Probleme aus ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Perspektive zu analysieren und Handlungsoptionen zu entwickeln. Somit lernen Schülerinnen und Schüler zu handeln, um das Klima zu schützen, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen und das gesellschaftliche Zusammenleben auch für die nächsten Generationen zu sichern. So werden z.B. eigene Mobilitätsentscheidungen reflektiert und Verkehrskonzepte der Zukunft entwickelt.

Nicht nur bei der Teilnahme am Straßenverkehr müssen Schülerinnen und Schüler Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen, sondern auch bei Entscheidungen im familiären, schulischen oder gesellschaftlichen Kontexten. Das eigene Handeln hat einen Einfluss auf die Mitmenschen, die Umwelt und kann auch einen Einfluss auf politische Entscheidungen haben. Schülerinnen und Schüler sollen zunehmend befähigt werden, ihr eigenes Handeln kritisch zu reflektieren und sich der Tragweite ihrer Entscheidungen bewusst werden.

Große gesellschaftliche Herausforderungen müssen diese und nächste Generationen bewältigen. Heute müssen Entscheidungen getroffen werden, die in Zukunft tragfähig sein sollen. Schülerinnen und Schüler sollen in die Reflexion über Zukunftsszenarien eingebunden werden. Kreativ sollen sie sich mit Fragen der individuellen und gesellschaftlichen Mobilität auseinandersetzen und innovative Lösungsansätze entwickeln.