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Gestaltendes Werken

Die SuS sollen im Werkunterricht lernen, sich fachgerecht auszudrücken, um z.B. Werkzeuge entsprechend benennen zu können.

"Was brauche ich, um eine Schraube ins Holz eindrehen zu können?" - Die fachgerechte Zuordnung und Handhabung von Werkstoffen und Werkzeugen ist ein Aspekt des Werkunterrichts. Im fortlaufenden Prozess sollen die Denk- und Handlungsmöglichkeiten der SuS kreativ erweitert werden.

"Learning by doing" ergänzt durch zunehmende Planungssicherheit für das praktische Handeln, um ein adäuquates Ergebnis zu bekommen.

Am Ende eines Arbeitsprozesses steht ein Ergebnis. Dieses zu betrachten und darüber zu reflektieren soll Teil des Werkunterrichts sein. Auch die Würdigung von Arbeitsergebnissen spielt dabei eine wichtige Rolle (z.B. durch Ausstellen).

"Greifen kommt vor Be-greifen" hat im Werkunterricht natürlich einen besonders hohen Stellenwert, da die Bearbeitung eines Werkstücks mit viel Haptik verbunden ist.

Basteln, bauen, sägen, hämmern, töpfern...
Das Fach ist so vielseitig wie die Materialien, die bearbeitet werden.

Gerade Holz und Ton erfuhren im Laufe der Zeit in den unterschiedlichen Kulturen ganz unterschiedliche Bearbeitungen.

Einerseits gewinnen die Schülerinnen und Schüler im Gestaltungsprozess neue Erkenntnisse und Einsichten über die Zusammenhänge von Werkstoffen, Werkzeugen, Werkverfahren sowie Werkgestaltung und andererseits wenden sie das
erlernte Wissen unter Verwendung von Beurteilungskriterien reflektiert an. Dabei ist die kompetente Nutzung der Fach- und Symbolsprache von grundlegender Bedeutung.1
 

Die Schülerinnen und Schüler wenden bei der Auseinandersetzung mit verschiedenen Werkstoffen, Werkzeugen und Werkverfahren - ausgehend von Alltagsbezeichnungen - zunehmend differenzierter eine Fachsprache an, die sie befähigt, sich über Fachinhalte sicher auszutauschen. Fachspezifische Piktogramme unterstützen den Unterricht besonders bei sicherheitsrelevanten Stationen.

So erweitern die Schülerinnen und Schüler ihren fachspezifischen Wortschatz, um am kulturellen Austausch über Geschichte, Architektur, Kunst, Kultur, Natur, Design etc. teilzuhaben.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der symbolischen Funktion der Dinge auseinander und erkennen psychologische, gesellschaftliche und marktwirtschaftliche Bedeutungen und Wertigkeiten. Dabei können sie adressatenbezogen argumentieren und diskutieren sowie eine reflektierte Haltung entwickeln.1

Im Fach Gestaltendes Werken ist eine Ausdifferenzierung der visuell-haptischen Wahrnehmungsweise erforderlich. Je sensibler die Sensorik ausgebildet ist, desto zielgerichteter und sicherer verläuft der
Gestaltungsprozess.

Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst Werkstoffe in ihrer spezifischen Beschaffenheit wahrzunehmen. Die Wahrnehmung wird geschult, sodass im Lebensumfeld Gestaltungselemente wiedererkannt werden. Das Erkennen von Gestaltungsprinzipien ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine individuelle Umsetzung. Das betrifft sowohl funktionale Elemente als auch künstlerische Formsprache.1

Das Fach Gestaltendes Werken hat die fachgerechte Verwendung unterschiedlicher Werkstoffe, Werkzeuge und Werkverfahren zum Ziel. Beim Erlernen und Einüben von Werkverfahren werden die Auge-Hand-Koordination und das Körpergefühl sensibilisiert und handwerkliche Bewegungsabläufe rhythmisiert. Phasenmodelle und Lernplakate unterstützen diesen Prozess.

Strukturierte, erkenntnisfördernde Verfahren erweitern die gestalterische Ausdrucksfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Die Anwendung von Gestaltungsprinzipien führt zu vertieftem Wissen und erweitertem Können. Bestimmte Werkverfahren bedürfen einer ausdauernden Übung, um sie zu beherrschen. Dies fördert den Respekt gegenüber der Leistung anderer und führt zu einer Wertschätzung handgefertigter Produkte. Wissen aus anderen Fächern bietet sich an berücksichtigt zu werden und in die Gestaltungsprozesse einzufließen.1

Um Handlungskompetenz auszubilden, ist der Einsatz von Lernstrategien erforderlich. Ausgehend von offenen Aufgabenstellungen erfolgt die Ideenfindung mithilfe von Handskizzen und schnell gefertigten Modellen. Durch die Begegnung mit vielfältigen Werkstoffen gewonnene Erfahrungen und Erkenntnisse fließen in den Werkprozess ein, der oftmals nicht linear verläuft. Versuch und Irrtum sind für die Gewinnung von Erkenntnissen und kreativen Unterrichtsergebnissen förderlich, wenn ein finales Scheitern ausgeschlossen ist. Der Austausch in Gruppen wirkt sich konstruktiv auf die gestalterische Umsetzung aus.1

Von zentraler Bedeutung ist die Transparenz der Gestaltungs- und Beurteilungskriterien, die zu Beginn der jeweiligen Unterrichtsthemen erarbeitet werden. Diese begleiten den Gestaltungsprozess und werden in den Reflexionsphasen aufgegriffen. Die Werkstücke erfahren dabei eine Würdigung. Kriterienorientierte Verbesserungsvorschläge können sachlich angenommen und in der weiteren Gestaltung umgesetzt werden.

Bei den Schülerinnen und Schülern werden Offenheit und Toleranz gegenüber Werkstücken und Lösungswegen anderer sowie gegenüber Produkten und Objekten aus Lebenswelt, Kunst und Kultur entwickelt.

Durch eine wirkungsvolle Präsentation der Werkstücke im Schulgebäude, auf der schuleigenen Homepage oder in öffentlicher Umgebung erfahren die Schülerinnen und Schüler die Wertschätzung ihrer individuellen Leistung.1

Die Schülerinnen und Schüler kennen Eigenschaften von Werkstoffen. Sie können Werkstoffe unterscheiden sowie ökologisch und ökonomisch verantwortungsbewusst und fachgerecht verwenden.1
 

Die Schülerinnen und Schüler kennen Eigenschaften von Werkzeugen. Sie wissen verschiedene Werkzeuge zu unterscheiden, zu benennen und sachgerecht auszuwählen.1
 

Die Schülerinnen und Schüler kennen verschiedene Werkverfahren. Sie können Werkverfahren werkstoffbezogen und fachgerecht ausführen.1
 

Die Schülerinnen und Schüler erproben Werkverfahren und Gestaltungsprinzipien kreativ. Sie setzen ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zielorientiert unter Berücksichtigung ästhetischer und
funktionaler Kriterien um.1
 

Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten Holz und Holzwerkstoffe unter Gebrauch von Werkzeugen und Maschinen sowie unter fachgerechter Anwendung von Werkverfahren. Sie setzen eigene Ideen in einer Werkaufgabe kriterienorientiert um.1
 

Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten Metalle mit Werkzeugen und Maschinen unter fachgerechter Anwendung von Werkverfahren. Sie setzen eigene Ideen kriterienorientiert um.1
 

Die Schülerinnen und Schüler gestalten Werkstücke aus Ton und nutzen Modellierwerkzeuge. Sie arbeiten fachgerecht und setzen eigene Ideen kriterienorientiert um.1
 

Die Schülerinnen und Schüler gestalten fachgerecht mit Papier und Papierwerkstoffen unter Verwendung von Werkzeugen und Anwendung von Werkverfahren. Sie setzen eigene Ideen kriterienorientiert um.1
 

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Wirkungszusammenhängen verschiedener Werkstoffe und deren spezifischen Eigenschaften auseinander. Sie entwickeln individuelle Objekte, die in verschiedenartigste Bewegungen versetzt werden. Sie gewinnen durch die Anwendung der erlernten Werkverfahren Einblicke sowohl in die Technik als auch in die ästhetische Gestaltung der Bildenden Kunst.1
 

Die Schülerinnen und Schüler gestalten ein individuelles Werkstück. Sie setzen sich mit Bearbeitungsmöglichkeiten und spezifischen Eigenschaften der Werkstoffe auseinander. Sie gewinnen durch die Gestaltung Einblicke in den ästhetischen Ausdruck von Skulpturen, Reliefs, Vollplastiken und Güssen.1
 

Die Schülerinnen und Schüler gestalten Gegenstände für den alltäglichen Gebrauch. Unter ästhetischen sowie funktionalen Gesichtspunkten erarbeiten sie individuelle Werkstücke aus unterschiedlichen Werkstoffe.1
 

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem Phänomen Spiel und Spielzeug auseinander. Sie gestalten Produkte, die zum Spielen und Agieren geeignet sind. Sie gewinnen Einblicke in technische Zusammenhänge und wenden ästhetische Kenntnisse an.1
 

Die Schülerinnen und Schüler gestalten architektonische Elemente, Modelle oder Bereiche ihrer Schule. Sie setzen sich mit statischen Grundprinzipien auseinander und gewinnen durch deren Anwendung Erkenntnisse über Verbindungen verschiedener Werkstoffe und Materialien. Sie nehmen die Architektur in ihrer kulturhistorischen Dimension wahr und reflektieren ihre ästhetische Wirkung.1
 

1 Originalformulierung aus dem Kerncurriculum
Vergleiche Kerncurriculum

Materialien für das Fach Gestaltendes Werken

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Grundschule, Förderschule-Geistige Entwicklung
Kerncurriculum Förderschule-Geistige Entwicklung Sek I
verbindlich ab dem 01.08.2019
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Die Angebote richten sich vor allem an Fachkonferenzleitungen und Fachkonferenzen.

  • Schuleigene Arbeitspläne - entwickeln und fortschreiben
  • Vom Ende her gedacht - kompetenzorientiert unterrichten
  • Lernen mit und über Medien
  • Musik, Kunst, Gestaltendes Werken und Textiles Gestalten fachfremd unterrichten
  • Fachdidaktik - neueste Entwicklungen
  • Leistung bewerten - alternative Möglichkeiten
  • Musisch-kulturelle Bildung in der Region - Fortbildung, Austausch, Vernetzung
  • Aufführungen, Präsentationen, Projekte - fachbezogen und fächerübergreifend
  • Einrichtung von Fachräumen
  • Profilbildung im musisch-kulturellen Bereich - Profilklasse