Schulgarten
Unter dem Motto „Raus aus dem Klassenzimmer und hinein in einen lebendigen Schulgarten” finden Schulgärten nach und nach immer mehr Anklang in Schulen.
In einem komplexen Ökosystem werden nebenbei werden noch nützliche Techniken, wie der sichere Umgang mit Werkzeugen und Gartengeräten gelernt.
Natürlich entstehen bei der Arbeit im Garten auch Gefährdungen. Eine fachkundige Gefährdungsbeurteilung, aufgestellte Verhaltensregeln für die Tätigkeit im Schulgarten und eine gute Vorbereitung der Teilnehmenden minimiert die Risiken und steigert das Erleben im Schulgarten.
Auf den folgenden Seiten informiert Sie das RLSB-Team über alle Aspekte und begleitet Sie bei der sicheren Umsetzung Ihres Projektes „Schulgarten”.
Gefährdungen und Maßnahmen im Schulgarten
Jährlich ereignen sich in Deutschland etwa 200.000 Unfälle bei Gartenarbeiten. Auch in Schulgärten kann es zu Verletzungen und Unfällen kommen.
Zur Minimierung des Risikos werden Gefährdungsbeurteilungen erstellt und verbindliche Verhaltensregeln für die Teilnehmenden aufgestellt.
Gefährdungen in Schulgärten
Welche Gefährdungen können beispielsweise in einem Schulgarten auftreten?
Schwerwiegende Folgen können Stürze von Leitern haben oder auch das Stolpern über Kabel, Schläuche oder Gerätschaften. Verletzungen durch mechanische oder elektrische Gartengeräte treten ebenfalls häufig auf. Besondere Gefährdungen in Schulgärten können sein:
- Stolper- und Verletzungsgefahr durch herumliegende bzw. unsachgemäß gelagerte Gegenstände
- Umknicken, Ausrutschen und/oder Hinfallen auf Arbeitswegen oder -bereichen
- Verletzungsgefahr durch schadhafte oder falsch gewählte Geräte
- Sturzgefahr bei der Benutzung von Leitern
- Getroffen werden durch herabfallende Teile
- Getroffen werden von unkontrolliert bewegten Teilen, z. B. beim Mähen
- Verletzungsgefahr anderer Personen durch mangelnden Abstand beim Hantieren mit Geräten
- Quetschen bei fehlender Schutzabdeckung
- Schneiden oder Stechen durch Werkzeuge
- Stromschlaggefahr bei schadhaften elektrischen Geräten
- Verletzungsgefahr bei motorbetriebenen Geräten
- Gefährdung durch unsachgemäße Kleidung
- Gefahr des Ertrinkens in Regentonnen, Feuchtbiotopen und Teichanlagen
- Schädigung des Rückens durch das Bewegen schwerer Lasten
- Beeinträchtigung des Gehörs durch laute Geräte
- Infektionsgefahr durch Kontamination und mangelnde Hygiene, z. B. bei nicht aufgefrischter Tetanus-Impfung, beim Verzehr ungewaschener Produkten, mangelnder Händehygiene nach der Gartenarbeit, o. ä.
- Auslösung allergischer Reaktionen, z. B. durch Insektenbisse oder -stiche
- Vergiftungsgefahr durch Pflanzengifte, Insektengifte oder auch Gefahrstoffe
- Gefährdung durch UV-Strahlung und/oder Witterungseinflüsse
Maßnahmen zur Wahrung der Arbeitssicherheit in Schulgärten
- Festes Schuhwerk, Sicherheitshandschuhe, evtl. Kopfbedeckung, Schutzbrille, Gehörschutz tragen
- Geeignetes Werkzeug für die jeweilige Arbeit auswählen
- Auf ordnungsgemäßen intakten Zustand der Geräte achten
- Sichere Lagerung und sicheres Ablegen der Geräte gewährleisten
- Sicherheit motorbetriebener Geräte prüfen und die Vorschriften für den Umgang mit ihnen beachten
- Elektrische Sicherheit prüfen und die Vorschriften für den Umgang mit Elektrogeräten beachten
Materialien
Allgemeine Hinweise zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung) im Portal AuG
Spezifische Arbeitshilfen zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Gefährdungsbeurteilung)
Checkliste zur Gefährdungsbeurteilung "S26 Schulgarten"
Allgemeine Vorlagen von Betriebsanweisungen für Geräte und Maschinen finden Sie unter
Allgemeine Informationen zur Unterweisung finden Sie unter