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Aktionen der Schulen

Beiträge der Käthe-Kollwitz-Schule Hannover

Eine Fotoaktion der Klasse 9e

"Darum Europa"

Die Klasse 9e der Käthe-Kollwitz-Schule hat sich im Geschichtsunterricht mit ihrer Lehrerin Frau Lemeire vor dem Hintergrund Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine ausführlich mit dem Thema Frieden beschäftigt. Sie besuchten dazu die Ausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung unter dem Titel „Frieden machen“. Hier ging es um Fragen wie „Was ist Frieden?“ oder „Welche Maßnahmen fördern Frieden?“, wobei sich die Lernenden mit diesen Themen in Kleingruppen interaktiv auseinandersetzten. Die Schüler*innen nahmen nach dieser Annäherung an das Thema an der Mitmach-Aktion „Darum Europa“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge teil. Sie besuchten dazu in Kleingruppen verschiedene Stätten und Orte in Hannover, die bis heute Kriegsfolgen bzw. - schäden in Hannover zeigen. Diese Orte fotografierten sie mit der Postkarte „Darum Europa“ und stellten so eine vielseitige Ausstellung zusammen, die zurzeit in der Schulstraße zu sehen ist. Die Motive reichen davon vor der zerstörten Aegidienkirche über einen Bunker bis hin zu Gedenkorten, wie dem Mahnmal für die jüdischen Opfer des Holocausts am Georgsplatz oder dem Stolperstein für den Sinto Johann Trollmann, der im KZ-Außenlager Wittenberge zu Tode kam. Insgesamt zeigen die Bilder deutlich, welche Folgen Krieg auch in unserer unmittelbaren Umgebung vor gar nicht langer Zeit hatte und wie wichtig deshalb der Einsatz für den Frieden und die europäische Kooperation ist.

Erzähltheater

"Krieg: Stell‘ Dir vor, er wäre hier"

Die Klasse 10f von Frau Lemeire beschäftigte sich bereits letztes Jahr mit Jane Tellers Roman „Krieg: Stell‘ Dir vor, er wäre hier“ beschäftigt. Die – deutsche Übersetzung dieser – Erzählung beschreibt das Schicksal eines 14-jährigen Jungen aus Deutschland. Nachdem ein faschistisches Regime die Herrschaft übernimmt und auch Polen seine Grenzen für Flüchtlinge abriegelt, muss er seine deutsche Heimat verlassen und mit seiner Familie nach Ägypten fliehen. Dort wohnt er zunächst in einem Flüchtlingslager, kann nicht zur Schule gehen und findet letztlich nur schwer Arbeit. Er fühlt sich insgesamt als Mensch „dritter Klasse“. Die Schüler*innen nahmen diesen Roman, der das Thema Flucht aus einer für Westeuropäer*innen ungewöhnlichen Perspektive beleuchtet, als Grundlage für einen Videoclip und setzten sich so kreativ mit verschiedenen existentiellen Fragen auseinander, die sich zB Geflüchtete aus der Ukraine stellen müssen. Das Ergebnis ist ein eindrucksvolles Video, das deutlich zeigt, welche Diskriminierungen Menschen, die zur Flucht gezwungen werden, erfahren und wie schnell auch sicher geglaubte Existenzen in Gefahr geraten können.