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UNESCO-Projektschulen

Seit Mitte der 50er Jahre beteiligen sich niedersächsische Schulen am deutschen Netzwerk der UNESCO-Projektschulen, die Bismarckschule Hannover und das Domgymnasium Verden sind seit der Startphase dabei. Die 30 Schulen sämtlicher Schulformen wirken in regionalen Netzwerken, als Landesverband, in nationalen Kooperationen und internationalen Partnerschaften, oft mit dem Globalen Süden. In den lokalen Bildungslandschaften agieren sie als wichtiger Player, regen gemeinsame Aktionen an, nehmen wichtige Themen und Herausforderungen in den Fokus, zum Beispiel den Klimawandel. Jugendliche werden in besonderer Weise an Inhalte wie Menschenrechtserziehung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Welterbe oder Digitalität herangeführt, bevorzugt in partizipativen Formaten. Die Agenda 2030 oder das Weltaktionsprogramm bilden dafür die Leitlinien, ausgerichtet auf einen sogenannten Whole School Approach. Regelmäßig werden Schwerpunkte festgelegt, zu denen die beteiligten Schulen diverse Projekte und Unterrichtseinheiten durchführen. Das Thema im Schuljahr 2021/22 lautet für das deutsche Netzwerk: „Transformation konkret“ und zielt auf umfassende Veränderungen im gesamten Schulbereich.

Immer wieder organisieren die Schulen kollektive und individuelle Projekte, um junge Menschen und die außerschulische Öffentlichkeit zu mehr zivilgesellschaftlichem Engagement anzuregen. Derzeit beschäftigen sich die Schulen unter anderem mit der Bilderbox „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, einem Fotowettbewerb, Einrichtung von Klimastationen an verschiedenen Standorten mit entsprechenden Datensammlungen oder kreativen Beiträgen zu „75 Jahre Demokratie in Niedersachsen“. Arbeitssitzungen, Landestagungen und die bundesweite jährliche Fachtagung bieten den Schulen verschiedene Austauschforen und Gelegenheit für Impulse. Interessierte Schulen durchlaufen ein mehrjähriges Bewerbungs- und Bewährungsverfahren, bis sie für jeweils fünf Jahre (mit Option auf Verlängerungen des Status) als „Anerkannte UNESCO-Projektschule“ zertifiziert werden. Das globale  Netzwerk betreut und strukturiert die UNESCO-Zentrale in Paris, die Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen ist Teil der Deutschen UNESCO-Kommission, in  Niedersachsen obliegt das Monitoring dem Kultusministerium, es wird gegenwärtig geführt durch Landeskoordinatorin Nina Kossack von der Bismarckschule Hannover.