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Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung

Zur Umsetzung von beruflicher Bildung für nachhaltige Entwicklung hat sich das „drei Stufen - drei Schritte“-Modell, basierend auf den Ansätzen der UNESCO, bewährt:

Stufe 1 - Greening the Campus

Auf der ersten Stufe geht es darum, dass das Schulgelände und -gebäude 'grüner' im Sinne von 'nachhaltiger' wird. Schritte, die hierbei unternommen werden können:

  • Verwendung von Recycling-Papier
  • Heizung modernisieren
  • Energetische Sanierung der Fenster und Fassade sowie des Daches
  • Nutzung von Sonnenenergie oder Regenwasser
  • Schulhofbepflanzung und naturnahe Gestaltung
  • Aufstellen von Insektenhotels und Anbringen von Nistmöglichkeiten
  • Austausch der Leuchtstoffröhren gegen LEDs und insgesamt Strom sparen
  • Nachhaltige Mobilität fördern
  • Mülltrennung

Zunächst ist es von Bedeutung, dass Schulen eine nachhaltige Kredibilität aufbauen. Die hier genannten Aspekte sind als Beispiele zu verstehen. Nachdem mindestens drei Schritte getan wurden, kann sich eine Schule zur nächsten Stufe aufmachen.

Stufe 2 - Greening the Curriculum

Auf der zweiten Stufe geht es um die schulischen Curricula, ausgehend von den jeweiligen Vorgaben. Diese erarbeiten Bildungsganggruppen am sinnvollsten anhand von Leitfragen, welche in den Klassen bearbeitet werden (und Mechatroniker dürfen dabei sehr wohl eine Meinung zu den Arbeitsergebnissen der Landwirte haben).

  • Welche Berufe sind die 'Green Jobs', also die besonders mit Nachhaltigkeit verknüpften Berufe, an unserer Schule?
  • Welche Bedrohung stellt der jeweilige Beruf an unserer Schule für die nachhaltige Entwicklung der Weltgemeinschaft dar?
  • Welche beruflichen Kompetenzen müssen die Lernenden erwerben, um nachhaltig handeln zu können?
  • Wie und wann implementieren wir Retraining im Sinne einer lebenslangen Lernkompetenz in die Ausbildung?

Die Zahl der möglichen Schritte ist hierbei begrenzt, jedoch sind die Handlungsmöglichkeiten sehr umfangreich. Um an dieser Stelle gegenüber Lernenden, Ausbildungsbetrieben und Schulträger glaubhaft zu sein, ist es jedoch von Bedeutung, dass die Stufe 1 bearbeitet wurde.

Stufe 3 - Greening the Community

Auf der dritten und letzten Stufe geht es um die Erarbeitung von wesentlichen Aspekten nachhaltiger Entwicklung im Kontext der Umfeld von berufsbildenden Schulen sowie der Gemeinschaft.

  • Welche Kompetenzen in Bezug auf die private Lebenswelt benötigen unsere Schülerinnen und Schüler, um nachhaltig handeln zu können?
  • Wo benötigen die Betriebe sowie der Schulträger Hilfe bei der Gestaltung von Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie bei nachhaltiger Entwicklung insgesamt?
  • Wie können wir unsere Partnerschulen, insbesondere im Kontext der Berufsorientierung, einbinden?
  • Wie und wo können wir im Schulumfeld im Rahmen nachhaltiger Projekte aktiv werden?